Schwimmende Solarsiedlung nutzt intelligentes Energiemanagement

Die Gebäude eines schwimmenden Solarquartiers auf einem Kanal in Amsterdam sind über ein intelligentes Netz miteinander verbunden. Die Gebäude haben Solaranlagen auf dem Dach. Diese versorgen über dieses Netz die gesamte Siedlung mit Strom – sowohl für die elektrischen Verbraucher in den Haushalten als auch für die Pumpen zur Wärmeversorgung. Außerdem ist in jedem Gebäude ein Speicher installiert. Dazu kommen noch Ladesäulen für Elektroautos.

Das Gehirn des gesamten Quartiersnetzes ist ein neues Energiemanagementsystem, das Forscher des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) entwickelt haben. Grundlage ist ein gängiges Energiemanagement, wie es schon in vielen Einzelgebäuden eingesetzt wird. „Das haben wir zu einem Energiemanagement für ganze Energiegemeinschaften weiterentwickelt“, beschreibt Matthias Klein den Ansatz.

Quartier funktioniert wie ein Gesamtsystem

Er hat am Fraunhofer ITWM das Entwicklungsprojekt geleitet. Es ist modular aufgebaut und so kann es an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden, je nachdem, welche Komponenten installiert sind und wie viele Gebäude miteinander vernetzt werden. So funktionieren die in den einzelnen Häusern installierten Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Energiespeicher im Amsterdamer Quartier wie ein einziges großes System.

Dadurch steigt nicht nur der Eigenverbrauch. Vielmehr müssen bei zu starker Sonneneinstrahlung die Solaranlagen nicht abgeregelt werden, wie das die Regelungen in den Niederlanden vorsehen.

Ein zusätzliches Prognosemodell verbessert außerdem die Effizienz der Stromspeicherung, indem es die voraussichtliche Sonneneinstrahlung mit dem Wärmeverbrauch abgleicht und so entweder Strom in die Wärmepumpen oder in den Stromspeicher schickt. Außerdem kann es den Zeitpunkt der Einspeicherung des Stroms optimal auswählen. (su)

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Quelle: Photovoltaik.eu

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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