„Wie beim Tausend-Dächer-Programm“, sagt Andreas Ballhausen von Solidpower

Welches Ziel verfolgen Sie mit dem BG-15?

Andreas Ballhausen: Wichtige Ziele sind sicherlich eine Reduzierung der Produktionskosten durch die Erhöhung von Stückzahlen und eine Optimierung des Produktionsprozesses: Die Brennstoffzellen-Stacks werden in Italien gefertigt, die Endmontage der Geräte erfolgt in Heinsberg.

Der Vertrieb des neuen Bluegen BG-15 ist im deutschen Markt für Mai angekündigt. Wann starten Sie in Österreich und der Schweiz?

Derzeit sind wir dort nicht im Vertrieb, das ist vorerst auch nicht geplant. In Österreich gibt es keine Förderung wie durch das KfW-Programm 433 in Deutschland. Es gibt auch kein KWK-Gesetz. Außerdem ist die Lücke zwischen Strompreis und Gaspreis nicht so hoch wie bei uns. Deshalb sind wir jetzt eher in Belgien, Italien und Großbritannien aktiv.

Lässt sich der Bluegen auch mit Smart Home oder Energiemanagern ansteuern?

Andreas Ballhausen: Das wird der nächste Schritt sein. Neben Smart Home und Energiemanagementsystemen sind auch verschiedene Cloud-Lösungen interessant.

Wo können sich interessierte Installateure den Bluegen BG-15 anschauen?

Wir stellen im März zur ISH in Frankfurt am Main aus. Auf der Intersolar in München werden wir in diesem Jahr noch nicht vertreten sein. Wir wollen verstärkt mit Installateuren kooperieren, vor allem mit den kleinen Spezialisten, die drei bis fünf Geräte im Monat bei ihren Kunden einbauen.

Wie viele Bluegen-Geräte haben Sie bisher installiert?

Zum Jahresende 2018 waren genau 1.164 in Betrieb. Die Technik ist erprobt, denn die ersten Bluegen-Geräte laufen bereits seit Jahren. Wir können uns auf eine Erfahrung aus mittlerweile 20 Millionen Betriebsstunden stützen. Jetzt ging es uns vor allem darum, die Installation zu erleichtern, das war der Schwerpunkt der Weiterentwicklung zum BG-15.

Die Brennstoffzellen lösen das Problem der Eigenstromversorgung bei höheren Strombedarf und im Winter. Im Sommer kommt Solarstrom hinzu. Wann kommt der Durchbruch zur Massentechnik?

Ich sehe die Brennstoffzellentechnologie in einer ähnlichen Phase wie seinerzeit das Tausend-Dächer-Programm in der Photovoltaik. Damals dauerte es drei Jahre, bis bundesweit 1.000 Solargeneratoren auf die Dächer kamen. 2018 wurden in Deutschland insgesamt 2.000 Brennstoffzellen installiert.

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Welche Argumente ziehen besonders bei den Kunden, die sich für ein Brennstoffzellengerät entscheiden?

Ganz klar, Sie wollen mehr Autarkie, mehr Unabhängigkeit von den Energieversorgern. Andererseits könnte man damit auch die Stromnetze stützen.

Lässt sich Bluegen zur Kaskade schalten, beispielsweise um höhere Ladeleistungen für E-Autos zu erreichen?

Bis zu sechs Bluegen können Sie auf einer Abgasleitung laufen lassen. Ab vier Geräten muss man die Anschlussleistung zum Netz beachten, wie bei Solarwechselrichtern. (HS)

Andreas Ballhausen ist Geschäftsführer der Solidpower GmbH in Heinsberg.

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Quelle: Photovoltaik.eu

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