TÜV Rheinland verkürzt spezielles Testprogramm für Solarmodule

Der TÜV Rheinland bietet das Prüfprogramm für das Energy Yield Rating Label von Photovoltaikmodulen zur Solarstromerzeugung ab sofort auch in einer schnelleren und günstigeren Variante an. Dank umfangreicherer Labormessungen und Analysen können Modulhersteller mit dem neuen Prüfprogramm, im Vergleich zu dem bisherigen Testprogramm, neun Monate Zeit und rund 20 Prozent der Kosten sparen. Mit diesem Prüfprogramm können Investoren sicherstellen, dass der prognostizierte Ertrag unter realen Bedingungen auch tatsächlich erreicht wird. Mit den Prüfprogrammen wird ermittelt, welche Erträge unter realen Bedingungen erzielt werden können. Je nach Ergebnis zeichnet TÜV Rheinland das Modul mit einem Label aus sieben Kategorien zwischen A++ und E aus.

Referenzwerte aus vier Klimazonen

Bei dem neuen Drei-Monats-Programm messen die Prüfer die Outdoor-Performance, die Stabilität, die Effizienz und den Performance Ratio der Solarmodule. Im Labor untersuchen sie zusätzlich die Leistungsmerkmale, das Temperatur- und Bestrahlungsverhalten und die spektrale Empfindlichkeit. Außerdem analysieren sie die Verluste und beziehen Klimadaten in die Ertragsermittlung ein. Dabei können die Prüfer auf umfangreiche Messwerte über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren für vier Referenzklimazonen zurückgreifen. Die Zonen sind in gemäßigtes, Halbwüsten-, Wüsten- und tropisches Klima unterteilt.

Herkömmliches längeres Prüfverfahren ist weiter verfügbar

Bei dem herkömmlichen Zwölf-Monats-Programm, das sich insbesondere für Modulhersteller eignet, die ihre Produkte weiterentwickeln wollen, wird dagegen auch der Outdoor-Temperaturkoeffizient ermittelt. Labormessungen wie die Messung des Indoor-Temperaturkoeffizienten und die lichtinduzierte Degradation mittels Light Soaking entfallen bei diesem Programm. TÜV Rheinland hat das neue Energy Yield Rating Label erstmals im Sommer 2019 vergeben. Eine weiteres Label- wurde auf der SNEC Fachmesse in China vergeben. (PF)

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Quelle: Photovoltaik.eu

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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