Solarauktion knapp über vier Cent

Heute gab die Bundesnetzagentur das Ergebnis der ersten Ausschreibung für große Solarparks (Stichtag: 1. Februar 2019) in diesem Jahr bekannt. Das tiefste Angebot lag bei 4,11 Cent, das höchste bei 5,18 Cent. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 4,80 Cent je Kilowattstunde. Es wurden 24 Gebote mit insgesamt 178 Megawatt Solarleistung bezuschlagt.

Zum Vergleich: Strom aus neuen Kohlekraftwerken kostet rund sechs Cent je Kilowattstunde, unter Einbeziehung von Gesundheits- und Klimafolgekosten rund 15 Cent je Kilowattstunde.

Investitionen erleichtern!

Damit ist Photovoltaik auch in Deutschland mittlerweile die günstige Stromquelle. „Erste in Planung befindliche förderfreie Solarparks sowie die Ergebnisse der jüngsten Auktionen belegen, wie preiswert und leistungsfähig die Solarenergie inzwischen ist“, kommentiert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW). „Die Zeit ist reif, bestehende Investitionsbarrieren in der Stadt und auf dem Land zu beseitigen und die Ausbauziele auf die neuen Energie- und Klimaziele auszurichten. Wir hoffen auf eine zügige Gesetzesvorlage, welche diesen Ansprüchen Rechnung trägt.“

Deckel weg, Ausbau ankurbeln!

Der BSW Solar fordert, die jährlichen Ausbauziele für die Photovoltaik ab 2020 mindestens zu verdreifachen. Aber: „Mit Beschränkungen wie dem 52-Gigawatt-Solardeckel und zunehmender Bürokratie ist das nicht zu machen“, kritisiert Körnig. „Statt Deckeln benötigen wir einen Solarturbo. Unsere Branche steht mit preiswerten und innovativen Solar-, Hybrid- und Speicherlösungen bereit, die sich mit Hilfe der Digitalisierung und moderner Energiemanagementsysteme ausgezeichnet in die Strom- und Wärmeversorgung integrieren lassen.“Der BSW rechnet in den nächsten Jahren mit deutlich wachsendem Stromverbrauch in Deutschland infolge der Elektromobilität und der Sektorenkopplung. (HS)

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Quelle: Photovoltaik.eu

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