Serie Sektorkopplung im Hotel – Biohotel Sturm (Teil 3)

Matthias Schulze Dieckhoff und seine Frau wollten weg vom Heizöl und den großen Verbrauchern. Ein 40.000 Liter großer Öltank und 400 Kilowatt Wärmeleistung waren die Ausgangslage im Stammhaus des Hotels Sturms in der Rhön. Das hinzugekaufte Soldatenheim hatte zwei Gasbrenner mit einer Heizleistung von zusammen 700 Kilowatt. Auch hier wurde ein Gesamtpaket geplant, das alle Aspekte des Hotelbetriebs unter die Lupe nahm.

Kühlanlagen mit Wärmerückgewinnung

Auf das Dach des Soldatenheimes wurde 2013 eine Ost-West-Photovoltaikanlage installiert mit 43 Kilowatt Leistung. Zwei weitere kleinere Dachflächen wurden ebenfalls mit Photovoltaik belegt. Dazu kam ein Blockheizkraftwerk mit 20 Kilowatt Strom- und 42 Kilowatt Wärmeleistung.

Mit Solarthermie wird in den umliegenden kleineren Gästehäusern das Brauchwasser erwärmt. Die Kühlhäuser bekamen Kühlanlagen mit Wärmerückgewinnung, die ebenfalls Brauchwasser aufwärmen. „Für uns war das eine große Sache. 400.000 Euro haben wir investiert, aber es hat sich gelohnt“, resümiert Schulze Dieckhoff. 700 Kilowatt Heizleistung konnten eingespart werden, jetzt sind es gerade mal noch 340 Kilowatt.

Fläche verdoppelt, Verbrauch halbiert

Im Management der ganzen Komponenten spielt die Solaranlage eine große Rolle. Da sie eine Ost-West-Ausrichtung hat, kann sie vor allem in den Spitzenzeiten am Vormittag und späten Nachmittag die Verbraucher mit Strom versorgen. Sie hätte auch größer gebaut werden können, Platz dafür war vorhanden, aber die Besitzer wollten vor allem den Eigenverbrauch optimieren.

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Nach mittlerweile sechs Jahren Betrieb ist der Hotelier überaus zufrieden: „Wir haben unsere Fläche verdoppelt, den Energieverbrauch aber gleichzeitig halbiert.“

Im Augustheft der photovoltaik lesen Sie den ausführlichen Bericht, in dem auch andere Hoteliers ihre Lösungen präsentieren:

Haffhus Ueckermünde (Teil 1)

Berghotel Rehlegg im Berchtesgadener Land (Teil 2)

Creativhotel Luise in Erlangen (Teil 4) wird in Kürze freigeschaltet

Quelle: Photovoltaik.eu

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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