Österreicher kaufen mehr Elektroautos

Die Nachfrage nach Elektroautos in Österreich steigt rasant an. Nach Angaben des statistischen Amtes in Wien wurden in der Alpenrepublik in den ersten sechs Monaten 4.904 neue Pkw mit Elektroantrieb zugelassen. Damit steigt der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 58,8 Prozent an.

Auch der Anteil der Elektroautos an den Gesamtzulassungen steigt von 1,6 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 auf 2,8 Prozent in gleichen Zeitraum dieses Jahres. Das liegt zum einen an den gestiegenen Absatzzahlen der elektrisch angetriebenen Pkw, aber auch an der sinkenden Nachfrage nach Autos insgesamt. Denn insgesamt haben die Österreicher im ersten Halbjahr dieses Jahres weniger Autos gekauft als in den beiden Jahren zuvor.

Steuersystem umstellen

Da der Anteil der Elektroautos immer noch gering ist, fordert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) neue Regelungen, um die Elektromobilität voranzubringen. „Obwohl der Kauf von Elektroautos sehr stark direkt und indirekt gefördert wird, nimmt ihr Anteil nur sehr langsam zu“, erklärt Markus Gansterer, der beim VCÖ für Verkehrspolitik zuständig ist. „Das liegt daran, weil keine regulierenden und steuerlichen Maßnahmen bei Diesel- und Benzinfahrzeugen umgesetzt wurden.“

Er fordert deshalb, die Steuern und Abgaben im Verkehrsbereich an den CO2-Ausstoß der Autos zu koppeln. Vor allem Firmenwagen sollten nicht mehr steuerlich absetzbar sein, wenn sie mehr als 250 Gramm Kohlendioxid ausstoßen. Immerhin werden 60 Prozent der Neuwagen auf Unternehmen zugelassen. Bei Elektroautos liegt die Quote sogar bei 80 Prozent. „Spritfresser sind nicht betriebsnotwendig“, betont Gansterer.

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Ab 2030 keine Verbrenner mehr zulassen

Er plädiert zudem für einen konkreten Ausstiegsplan aus Diesel und Benzin. Die vergangene Bundesregierung hat beschlossen, dass bis 2050 im Verkehr keine fossilen Kraftstoffe mehr verbrannt werden sollen „Um dieses Ziel zu erreichen, sollte spätestens ab dem Jahr 2030 kein neuer Diesel- oder Benzin-Pkw mehr verkauft werden“, sagt Gansterer. (su)

Quelle: Photovoltaik.eu

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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