Leiterplattenindustrie erholt sich im 3. Quartal leicht

Die Leiterplattenhersteller in der DACH-Region konnten den Umsatz im 3. Quartal 2019 im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 1,1 Prozent steigern. Allerdings bleibt der Umsatz knapp 11 Prozent hinter dem 3. Quartal des Vorjahres zurück, berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems.
Ursächlich für die Umsatzentwicklung bei den Leiterplattenherstellern ist die Absatzflaute bei ihren Abnehmern, die Auswirkungen auf alle Zulieferer hat. Umsatzeinbußen verzeichnet neben dem Maschinenbau vor allem die Automobilindustrie, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befinden.
Im September ist der Auftragseingang um 28 Prozent gegenüber dem Vormonat außergewöhnlich hoch ausgefallen. Der Grund hierfür war allerdings im Wesentlichen, dass Aufträge, die zyklisch vergeben werden, in diesem Jahr bereits im 3. Quartal vergeben wurden.
Insgesamt stellt die Branche der Leiterplattenhersteller sehr vorsichtige und zurückhaltende Dispositionen seitens der Abnehmer fest. Diese resultieren aus der Verunsicherung bei den Akteuren am Markt, die unter anderem durch die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie den USA und Europa, den Brexit sowie die Krisen im Nahen und Mittleren Osten ausgelöst wird.
Der Trendindikator Book-to-Bill-Ratio – der Quotient aus Auftragseingang und Umsatz – erreicht im 3. Quartal 2019 einen Wert von 1,03. Die ersten neun Monate des laufenden Jahres schließen jedoch nur mit 0,94 ab.
Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich im 3. Quartal um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

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Hintergrund:Die seit 2015 unveränderte Meldegruppe von Leiterplattenherstellern aus dem deutschsprachigen Raum repräsentiert einen Umsatzanteil von etwa 75 Prozent. Zur Gruppe gehören Unternehmen unterschiedlicher Größe, die verschiedene Technologien und Serviceleistungen anbieten.

*) Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz. Ein Book-to-Bill-Ratio von 1,10 entspricht zum Beispiel einem Auftragseingang von 1,10 Euro bei 1,00 Euro Umsatz im gleichen Zeitraum.

Quelle: ZVEI

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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