Gebt Ausgrenzung, Hass und Intoleranz keine Chance – Vielfalt gewinnt

Hass, Ausgrenzung und Rassismus sind leider in weiten Teilen der Welt wieder auf dem Vormarsch. Dagegen müssen alle gesellschaftlichen Kräfte, auch Wirtschaftsunternehmen, eindeutig Position beziehen. Denn die Vielfalt der Menschen bereichert nicht nur die Gesellschaft und stärkt die Demokratie, die Vielfalt von Zulieferern, Mitarbeitern und Kunden ist es auch, die Unternehmen erfolgreich macht.

Während meiner Kindheit und Jugend in Namibia und Südafrika habe ich hautnah erlebt, was Rassismus bedeutet. Damals war dort die Diskriminierung von Menschen mit dunkler Hautfarbe noch gelebter Alltag. Das ist heute in weiten Teilen zum Glück Vergangenheit. Umso empörter bin ich darüber, dass in vielen Regionen der Welt die längst überwunden geglaubten Ressentiments gegen Menschen anderer Hautfarbe, anderer Weltanschauung, Religion oder sexueller Orientierung wieder stark zunehmen und teilweise fast schon als normal angesehen werden. Am SMA Hauptstandort Kassel mussten wir im Juni sogar erleben, dass unser Regierungspräsident Walter Lübcke von einem mutmaßlich rechtsextremen Täter ermordet wurde. So etwas darf nie wieder passieren. Es ist mir daher ein tiefes Bedürfnis, mich ganz entschieden gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt einzusetzen.

Unterschiedliche Hintergründe, Ansichten und Erfahrungen sind eine Bereicherung

SMA ist ein globales Unternehmen: In 18 Ländern arbeiten rund 3.100 Menschen im Alter von 16 bis 69 Jahren aus 55 Nationen eng zusammen. Sie bringen unterschiedliche Hintergründe, Ansichten, Erfahrungen und Kompetenzen in ihre Arbeit ein. Damit bilden sie den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens. Genauso unsere strategischen Partner, Zulieferer und Kunden: sie kommen aus unterschiedlichen Branchen und Regionen, unsere Wechselrichter sind in Photovoltaik-Anlagen in über 190 Ländern auf allen sieben Kontinenten im Einsatz. Ich bin stolz auf unsere offene, respektvolle und tolerante Art miteinander und mit unseren externen Partnern umzugehen. Gleichzeitig ist mir jedoch bewusst, dass dies nicht selbstverständlich ist. Wir müssen kontinuierlich daran arbeiten, unsere Werte zu leben und die Vielfalt im Unternehmen weiter zu steigern. Dafür haben wir im Frühjahr die Initiative „Diversity@SMA“ ins Leben gerufen, die die Vielfalt bei SMA in den Fokus rückt.

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Gesellschaftliche Kräfte müssen gemeinsam Zeichen gegen Ausgrenzung setzen

Genauso wichtig ist es aber, diese Werte als Unternehmen mit hoher gesellschaftlicher Verantwortung nach außen zu tragen. Gerade in einer Zeit, in der bei vielen Menschen die Verunsicherung angesichts einer immer komplexer werdenden Welt zu Reaktionen führt, die vom Wählen rechter Parteien über Hasskommentare im Internet und rassistische Pöbeleien bis hin zur Gewalt gegen Menschen, die „anders“ sind, reichen. Solchen Tendenzen treten wir gemeinsam mit weiteren Unternehmen, Vereinen und Verbänden aus Nordhessen in der Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ entschieden entgegen. Die Initiative ist nicht nur sehr wichtig für die Region, sondern auch weit darüber hinaus. Die von ihr am 20. Juli mit organisierte Demonstration von rund 8.000 Menschen gegen den Aufmarsch weniger Neonazis in Kassel fand beispielsweise bundesweit ein großes Medienecho. So kann „Offen für Vielfalt“ auch überregional als Vorbild funktionieren.

Jeder kann täglich selbst etwas tun

Ich wünsche mir sehr, dass viele weitere solcher Initiativen entstehen – und dass jeder von uns täglich ein Zeichen setzt, indem wir Offenheit, Toleranz und Respekt in allem was wir tun leben, und wo immer wir das Gegenteil sehen, sagen „so nicht“!

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Quelle: SMA Solar Technology AG

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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