Fassadenintegration mit weißen Modulen gelungen

Bisher galt es als physikalisch unmöglich, überhaupt Photovoltaik in weiß anzubieten. Doch die Entwickler des Forschungs- und Technologieinstituts CSEM in Neuchâtel haben in Zusammenarbeit mit Solaxess eine Folie entwickelt, die vor dem Laminieren auf das Modul gelegt und dann mit ihm verschmolzen wird.

Die Folie hat die Eigenschaft, nur das sichtbare Lichtspektrum zu reflektieren. Der infrarote Lichtanteil wird für die Stromproduktion genutzt. Denn er ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar und damit auch nicht verantwortlich für die Farbgebung des Moduls. Auf diese Weise kann das gesamte sichtbare Lichtspektrum von der Moduloberfläche reflektiert werden und es entsteht ein weißes Modul.

Nach Vorgaben des Architekten produziert

Vor wenigen Wochen haben Solarteure 32 speziell angefertigte Paneele an eine weiße Fassade eines Mehrfamilienhauses in Boudry, südwestlich von Neuchâtel, installiert. Der Freiburger Hersteller SI Module hat diese mit der Spezialfolie von Solaxess versehen und auf die Größenvorgabe des Architekten hin produziert. Da die Module ebenfalls in weißer Farbe erscheinen, fügen sie sich perfekt in die bestehende Fassade ein.

Die Module erzeugen jedes Jahr bis zu 2.900 Kilowattstunden Strom. Mit der Ausbeute werden die Wärmepumpe betrieben und die Gemeinschaftsräume sowie sämtliche Hauselektronik mit Strom versorgt. Dadurch erreicht das Gebäude nicht nur einen hohen Energiestandard, sondern auch die teilweise Unabhängigkeit von Versorger – inklusive Heizung. (SU)

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Hier sehen Sie ein Video, in dem das System erklärt wird.

Quelle: Photovoltaik.eu

Dieser Artikel wurde erstellt von: ET-News



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