Tuk Tuk: VDE|DKE treibt in Indien Elektromobilität voran


Premierminister Modi will die Elektromobilität in Indien vorantreiben, was aber fehlt sind Normen und Standards. VDE|DKE berät indische Regierung bei Ladeinfrastruktur, Integration der Elektromobilität in das indische Energieversorgungsnetz sowie bei Batterietechnologie und Energiespeichern. Ziel ist der Abbau von Handelsbarrieren.

Bildquelle: VDE

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Indiens Premierminister Narendra Modi will die Elektromobilität fördern– mit deutscher Hilfe. Die beiden Länder haben jetzt vereinbart, enger in den Bereichen (E-)Mobilität, Ladeinfrastruktur, Datenschutz und IT-Sicherheit zusammen zu arbeiten. Die Normungsexperten von VDE|DKE unterstützen Indien dabei vor allem in Normungs-, Konformitätsbewertungs- und Zertifizierungsfragen. Denn was der Regierung von Premierminister Modi für den Durchbruch zur Elektromobilität fehlt: Normen und Standards für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur, für Energiespeicher und für die Integration der Elektromobilität in das Indische Energieversorgungsnetz – und das unter Berücksichtigung der speziellen indischen Verhältnisse.

Der indische Mobilitätsmarkt boomt

Ziel von Premierminister Modi ist es, die Mobilität seiner 1,3 Milliarden Bürger zu steigern. Damit meint er allerdings den öffentlichen Nahverkehr, sprich Tuk Tuks, Zweiräder und Busse. Individualverkehr spielt für die Regulierung in Indien keine große Rolle. Vor allem Tuk Tuks, Drei-Räder, die als Taxis eingesetzt werden, dominieren die Straßen in Indien. „Allein in Neu-Delhi fahren über 70.000 dieser Tuk Tuks“, berichtet VDE-Normungsexperte Thomas Sentko, der die indischen Stellen in Normungsfragen berät. In 2018 würden weitere 15 Millionen Kleinstfahrzeuge für Kurzstrecken in den Städten benötigt. „Die Normung hat diesen Markt bisher wenig bearbeitet. Somit ist Indiens Bedarf für Normen und dem kurzfristigen Setzen von Standards im Bereich der elektrifizierten Tuk Tuks sehr hoch“, erklärt VDE-Normungsexperte Thomas Sentko das Engagement von VDE|DKE in Indien und ergänzt: „Zugleich wollen wir Handelsbarrieren abbauen und der deutschen Industrie den Weg auf den indischen Markt öffnen. Denn Tuk Tuks hatte auch hier keiner auf dem Radar.“

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VDE|DKE bahnt deutscher Industrie den Weg auf den indischen Markt

Die Technik für diesen boomenden Markt könnte aus Deutschland kommen. „Die Fahrzeuge benötigen ein praktikables Batteriemanagement und eine funktionierende und IT-sichere Ladeinfrastruktur. Ebenso sollte es beim Laden der zigtausend Tuk Tuks, Zweiräder und Busse nicht zum Blackout kommen. Für deutsche Hersteller von Batteriesystemen, Ladeinfrastruktur und Antriebselementen ist dies eine große Chance“, erklärt Sentko. Zunächst einmal müsse die internationale Normung und Standardisierung aber auf die speziellen indischen Verhältnisse eingehen. Und genau hier setzt die Arbeit der Normungsexperten von VDE|DKE an. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die indischen Bedürfnisse in der internationalen Normung zu verankern. „Aufgrund der Energiewende genießt Deutschland in Indien einen exzellenten Ruf. Die indische Regierung setzt auf unsere Expertise in der Elektromobilität“, resümiert Sentko.

Mitte Januar fand das Jahrestreffen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der indischen Regierung statt. An dem Treffen nahm eine Delegation deutscher Industrievertreter, darunter von Daimler, Siemens und Bosch sowie dem CCS Konsortium (Ladeinfrastruktur für E-Mobility), und Vertreter von VDE|DKE sowie dem DIN teil. Als Ergebnis präsentierten die Teilnehmer einen Maßnahmenplan mit messbaren, zeitlich befristeten Aktionen zur Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit und des Handels, zur Steigerung der Integration des indischen Marktes in die internationale Normung und Konformitätsbewertung.

Quelle: VDE

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Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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