Elektromobilität – auch private Ladeinfrastruktur braucht Förderung

Der Einbau von Wallboxen bereits beim Errichten von Wohn-Neubauten, ist technisch und wirtschaftlich besonders empfehlenswert. Auch der Bestand an jungen Gebäuden lässt sich in der Regel ebenfalls in finanziell vertretbarem Rahmen nachrüsten. Noch immer dürfte jedoch die Haustechnik selten mit Leitungen oder zumindest Leerrohren entsprechend vorbereitet sein. Es gilt also die Awareness bei Architekten, Installateuren und Bauherren zu erhöhen, um bei Planung und Neubau von Wohnungen frühzeitig die besonderen Anforderungen des intelligenten Ladens von Elektrofahrzeugen zu berücksichtigen.
Größere Probleme bereitet der Altbau. Eine im Auftrag des ZVEI durchgeführte Studie belegt: Der derzeitige Gebäudebestand im privaten Bereich ist bei weitem nicht fit für die Belastungen durch Ladestationen. Fast drei Viertel aller Immobilien in Deutschland haben Installationen, die 35 Jahre und älter sind. Wenn eine Wallbox installiert werden soll, führt das zu hohen Investitionen für die Überprüfung der vorhandenen Installation und eine Nachrüstung mit der erforderlichen neuen Technik. An diesen ca. 5.000 Euro Kosten scheitern 9 von 10 Vorhaben der Installation von Wallboxen im Privaten Bereich. Bei Arbeitgebern im großen Segment KMU dürfte es ähnlich aussehen.
Der ZVEI fordert daher, dass der Staat insbesondere die Ertüchtigung von Elektroinstallationen in solchen Wohnungen, Eigenheimen und Garagen und bei Gewerbebauten in seine Förderstrategien einbeziehen soll – zum Beispiel über KfW-Kredite.
Zusätzliche rechtliche Hindernisse gibt es bei Eigentums- und Mietwohnungen. Die Installation einer Wallbox ist eine bauliche Veränderung, der alle Wohnungs-Eigentümer zustimmen müssen. Ein Widerspruch reicht aus, das Projekt zu Fall zu bringen. Aber hier hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier immerhin eine Initiative angekündigt.

Quelle: ZVEI

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Risser

Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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