Braunkohleausstieg: Die Bürger stehen in den Startlöchern

Etwa sieben Milliarden Euro würde die Übernahme eines Teils der Braunkohlesparte durch Greenpeace Energy und der nachfolgende Bau von Ökostromanlagen kosten. Das hat Greenpeace Energy ausgerechnet. „Das geht nicht ohne eine breite Beteiligung der Bürger – das Potenzial dafür ist da“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Laut offiziellen Zahlen der Bundesregierung wurde allein 2017 mehr als die Hälfte der Investitionen in erneuerbare Energien – in Summe fast neun Milliarden Euro – von Bürgern geleistet. “

Mehr als ein Drittel würde sich beteiligen

Der Hamburger Energieversorger kann dabei auf Geld von Bürgern hoffen. Denn eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag von Greenpeace Energy hat ergeben, dass sich 36 Prozent der Deutschen vorstellen kann, in Solar- und Windkraftanlagen im Rheinischen Braunkohlerevier zu investieren. Grundsätzlich finden 81 Prozent der Befragten den Plan von Greenpeace Energy gut, die Braunkohlesparte von RWE zu übernehmen und zu schließen.

Braunkohle wird sich wirtschaftlich erledigen

Bisher hat sich RWE zur Offerte von Greenpeace Energy noch nicht offiziell geäußert. Doch Tangermann ist guter Dinge. „Auch für den RWE-Konzern ist die Veräußerung der Braunkohlesparte zu einem Zeitpunkt, an dem diese noch Gewinne abwirft, eine kluge Option“, erklärt er. Er beruft sich auf eine Studie des Analyseinstituts Energy Brainpool. Dort geht man davon aus, dass die Braunkohlekraftwerke angesichts steigender CO2-Preise und immer günstigerer erneuerbarer Energien im Laufe der 2020er Jahre wirtschaftlich ins Minus rutschen. (su)

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Wie die Chancen für einen Braunkohleausstieg stehen und welche Möglichkeiten sich dafür in den betroffenen Regionen bieten, lesen Sie in der kommenden Ausgabe des Fachmagazins photovoltaik, die am 12. Dezember 2018 erschient. Das Titelthema: Solar und Wind statt Kohle: Die Chancen des Umstiegs.

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Quelle: Photovoltaik.eu

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