Die Netzbetreiber bestätigen, die EEG Umlage sinkt 2018

EEG-Umlage 2018 sinkt trotz gefüllten Kontos nur minimal von 6,9 Cent in diesem Jahr auf rund 6,8 Cent im nächsten.

Bei der regenerativen Stromerzeugung, sagen die vier großen Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW, ein sattes Plus von acht Prozent bei der Berechnung der EEG-Umlage fürs nächste Jahr voraus.

Photovoltaik EEG
Quelle: BSW Solar

Etwa 204 Terawattstunden grüner Strom sollen laut den Netzbetreibern durch inländische Leitungen fließen. Überwiegend liegt das am Ausbau der Windenergie, welche sowohl an Land als auch auf See ausgebaut wurde. Die Prognosen der Branchenexperten, sehen die Windenergie eher am unteren Ende. Netzbetreiber rechnen damit, dass dieses Jahr 3.200 Megawatt Windkraft onshore und offshore neu ans Netz gehen, die Windbranche selbst sieht den Zuwachs bei 4.500 Megawatt.

Dennoch wird die EEG-Umlage, mit der die Stromkunden die erneuerbaren Energien finanzieren, sinken, wenn auch nur ein bisschen: Pro Kilowattstunde werden im kommenden Jahr 6,792 Cent fällig, 1,3 Prozent weniger als derzeit.

Strompreis wird trotz sinkender EEG Umlage 2018 nicht sinken

Trotz der geringeren EEG-Umlage wird der Strom für Verbraucher insgesamt wohl nicht billiger. In manchen Regionen sind sogar höhere Preise zu erwarten. Das liegt aber vor allem an den Netzentgelten, mit denen die Stromkunden den Bau und die Instandhaltung der Stromnetze zahlen.

Deren Anteil erreicht nach Angaben der Energiebranche inzwischen mehr als ein Viertel des durchschnittlichen Haushaltstrompreises – noch etwas mehr als das, was die EEG-Umlage ausmacht. Angesichts eines Überschusses auf dem EEG-Konto von zurzeit sogar mehr als drei Milliarden Euro sei es ein “Unding”, dass die Umlage nicht deutlicher gesenkt und den Verbraucherinnen und Verbrauchern ihr Geld zurückgegeben wird, sagt die Politikerin Eva Bulling-Schröter. Die Netzbetreiber wollen aber auch 2018 eine sogenannte Liquiditätsreserve einbehalten – in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro. 

Tatsächlich sind die Rabatte für Industriebetriebe bei der EEG-Umlage im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen: Erhielten die Unternehmen 2006 noch Vergünstigungen von 400 Millionen Euro, liegen diese heute bei rund fünf Milliarden Euro.

Die konventionelle Energiewirtschaft plädiert indes nicht dafür, der Industrie weniger Bonbons zu schenken. Der Branchenverband BDEW will das nicht länger vor allem durch die Haushaltskunden bezahlen lassen, sondern den Bund und damit die Steuerzahler zur Kasse bitten. “Damit ließe sich die EEG-Umlage auf einen Schlag um fast ein Viertel reduzieren”, argumentiert BDEW-Geschäftsführer Stefan Kapferer.

 

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Risser

Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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