Brandschutzschalter sind keine Pflicht

Die Deutsche Kommission Elektrotechnik (DKE) hat sich auf ihrer Sitzung am 24. und 25. Oktober 2017 dafür entschieden, die Übergangsfrist nicht um ein Jahr zu verlängern, sondern die Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung ab 18. Dezember 2017 verpflichtend zu machen. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, erklärte mit den Worten „Das ist ein Skandal. Das nehmen wir nicht hin!” eindeutig gegen diese Entscheidung. “Durch die Vorgaben der DKE werden Bauherrn und bauausführende Betriebe verunsichert und bei einer Durchsetzung dieser Norm das Bauen ohne Not deutlich verteuert.” Eine Verbesserung des Brandschutzes ließe sich deutlich kostengünstiger durch Rauchmelder erzielen”, erklärte er.

brandschutzschalter
Bild: Hager

Die Bauministerkonferenz und den Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) wird daher von der ZDB aufgefordert, gegenüber den beteiligten Normungsgremien bei der Deutschen Kommission Elektrotechnik klarzustellen, dass diese Norm nicht einseitig von der DKE in die Welt gesetzt werden kann.

Keine Nachrüstpflicht von Brandschutzschaltern

“Wir bleiben bei unserer Rechtsauffassung: Es gibt derzeit keine gesetzliche Auflage zum Einbau von Brandschutzschaltern, weder bei Neubauten noch bei Modernisierungen. Es besteht auch keine Nachrüstpflicht. Im Unterschied zu Gesetzen sind DIN Normen per se nicht bindend. Rechtsverbindlich werden sie erst, wenn der Gesetzgeber ihre Einhaltung zwingend vorschreibt” erklärte Pakleppa.

Seit dem Sommer sei man keinen Schritt weitergekommen, rügte der ZDB-Chef. Weiterhin fehlen fundierte Nachweise, dass ein nennenswertes oder erhöhtes Brandrisiko durch dein Fehlerlichtbogen bestehe. Zudem hätten maßgebliche Fachkreise, wie der Arbeitskreis Technische Gebäudeausrüstung der ARGE BAU, keinerlei Notwendigkeit für zusätzliche Einrichtungen gesehen. Der AMEV habe die Vorgabe der Deutschen Kommission Elektrotechnik ebenfalls für zu pauschal und undifferenziert angesehen. Bei der Erstellung der Norm, seien im zuständigen Normenausschuss, die Fach- und Verkehrskreise nicht angemessen beteiligt gewesen. Der bauliche Brandschutz liege nicht im Regelungsbereich einer DIN VDE Norm, sondern des DIN Normenausschuss Bau.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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