Solarforscher erwarten weitere Kostensenkung bei der Photovoltaik

Effizienz von Produktion, Komponenten und Materialien steigern / Solarforschung macht Solarstrom wettbewerbsfähiger mit Kohle- und Atomstrom / Standortvorteil durch Forschungs- und Innovationsförderung nutzen

Trotz beachtlicher Entwicklungserfolge in den letzten Jahren ist das Kostensenkungspotenzial von Solarstrom noch immer nicht ausgeschöpft. Dies ist das heute vorliegende Ergebnis einer Befragung führender Solarforscher, die sich in der Innovationsallianz Photovoltaik zusammengeschlossen haben. Nach Ansicht der Experten gilt es an drei wesentlichen Stellschrauben zu drehen, um Solarstrom noch günstiger zu machen: Steigerung des Wirkungsgrades von Solarstromanlagen, die Senkung von Materialkosten und die Optimierung von Herstellungsprozessen. Diese Ansätze verfolgen die Forschungsprojekte der 2010 gestarteten Innovationsallianz Photovoltaik.

bsw_solarstrom-guenstig„Schon in den letzten Jahren sind die Kosten für schlüsselfertige Solarstromanlagen um zwei Drittel gesunken und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht“, freut sich Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. . „Diese Innovationspotenziale gilt es nun zu heben, zum Wohle der Menschheit, unserer Umwelt und zum Nutzen des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, so Körnig. Damit Deutschland als Photovoltaik-Standort auch künftig wettbewerbsfähig bleibe, sei die Förderung der Photovoltaik-Forschung durch die Bundesregierung weiter wichtig, zeigten sich zwei von drei Solarforschern überzeugt.

„Nach unserer Prognose sind bei Solarstromanlagen bis 2020 Kostensenkungen um weitere 30 Prozent möglich. Die Photovoltaik steht weltweit an der Schwelle zur Wettbewerbsfähigkeit mit konventionellen Stromquellen. Sie wird sich innerhalb weniger Jahre in immer mehr Marktsegmenten und Regionen der Erde wirtschaftlich selbst tragen“, sagt Professor Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Wichtige Voraussetzung für eine hohe Innovationskraft der Solarforschung: „Anwendungsnah und entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln die Zusammenschlüsse aus Industrie und Wissenschaft in der Innovationsallianz Photovoltaik Ideen für günstigen Solarstrom. Durch diese kreativen Kooperationen wird die Photovoltaik künftig noch schneller wettbewerbsfähig.“, fasst es Körnig zusammen. An Zuversicht fehlt es den Unternehmern dabei nicht: Jeder zweite Befragte geht davon aus, dass die Forschungsarbeit der Innovationsallianz Photovoltaik Sonnenstrom wettbewerbsfähiger mit konventionellen Energieträgern werden lässt. 63 Prozent sind sich sicher: Bei Erfolg leisten die Ergebnisse ihrer Projekte einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung von Solarstrom.

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Die Innovationsallianz Photovoltaik ist ein Zusammenschluss von 120 Forschungsinstituten und Solarunternehmen aller Produktionsstufen, die daran arbeiten den Wettbewerbsvorteil des Solarstandortes Deutschland zu verteidigen. Sie werden dabei vom Bundesumweltministerium und dem Bundesforschungsministerium gefördert. Die Teams von Herstellern, Anlagenbauern, Ausrüstern und Forschungseinrichtungen gewähren unter www.innovationsallianz-photovoltaik.de Einblicke in ihre laufenden Forschungsprojekte.

ZUR METHODIK
Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. hat Experten von Forschungseinrichtungen und Entwicklungsabteilungen aus Solarunternehmen befragt, die sich in der Innovationsallianz Photovoltaik zusammengeschlossen haben. 68 führende Solarforscher haben an der Umfrage teilgenommen. Eine Präsentation der Umfrage finden Sie hier: https://bsw.li/1iax7Hz

 

ÜBER DIE INNOVATIONSALLIANZ PHOTOVOLTAIK

Mit über 100 Millionen Euro fördern das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovationsallianz Photovoltaik seit 2010 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben deutscher Solarunternehmen und Forschungseinrichtungen. Die deutsche Solarbranche plant im Gegenzug Investitionen in geschätzter fünffacher Größenordnung in die Umsetzung der Ergebnisse in Deutschland. Ziel ist es, die Forschungsanstrengungen im Bereich der Photovoltaik zu bündeln, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Innovationsvorsprung deutscher Photovoltaik-Unternehmen weiter auszubauen. Die Projekte werden im Verbund von Photovoltaik-Herstellern, Ausrüstern, Anlagenbauern und Forschungseinrichtungen durchgeführt.

 

Details zu den einzelnen Forschungsprojekten der Innovationsallianz-Photovoltaik: https://www.innovationsallianz-photovoltaik.de/main/projekte/

 

PRESSEKONTAKT
Eva Bretschneider
Tel.: 030 / 29 777 88 – 54
E-Mail: ed.vp1558276585-onni1558276585@esse1558276585rp1558276585

 

 

Bildquelle: BSW-Solar Textquelle: Innovationsallianz-Photovoltaik

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Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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