Weniger als die Hälfte der weltweiten Photovoltaik-Hersteller erfüllt die strengen Prüfkriterien des VDE

Rund 45 Prozent der 2010 getesteten Solarmodule bestanden die Prüfungen im Rahmen der Zertifizierung mit dem VDE-Zeichen auf Anhieb ohne Abweichungen, die restlichen Anbieter mussten nachbessern – zum Teil in mehreren Anläufen. Etwa 15 Prozent der Produkte wurden vom Hersteller am Ende zurückgezogen. Das ergeben jetzt Statistiken des Offenbacher VDE-Instituts. „Photovoltaik-Module wandeln Sonnenlicht direkt in Elektrizität mit einer Spannung bis 1.000 Volt um. Zugleich sind sie extremen Wetterbedingungen ausgesetzt: Hitze, Frost und Feuchtigkeit. Deshalb müssen sie ordnungsgemäß auf ihre Sicherheit und Effizienz bei der Stromerzeugung geprüft und zertifiziert werden. Darum sind auch Prüfsiegel so wichtig – zum Beispiel das VDE-GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Sie bieten dem Verbraucher die Gewissheit, eine Solaranlage zu kaufen, die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen genügt“, so der VDE-Vorstandsvorsitzende, Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer.

Nach den Erfahrungen des VDE ist der Qualitätsgedanke bei europäischen Herstellern stark ausgeprägt, während die ersten Photovoltaik-Module aus chinesischer Produktion bei den Tests zunächst vielfach durchfielen. Mittlerweile haben die Anbieter aus Asien aber aufgeholt: Insbesondere etablierte Hersteller liefern heute qualitativ hochwertige Solaranlagen – vom VDE-Institut gründlich geprüft und zertifiziert nach europäischer IEC-Norm.

Umfassende Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen
Das VDE-Institut verfügt neben dem VDE-Fraunhofer ISE Testzentrum in Freiburg über eigene Niederlassungen oder enge Kooperationspartner in Shanghai und in Singapur. Anfang April ist das globale VDE-Netzwerk durch ein neues Photovoltaik-Prüflabor in Albuquerque, New Mexico, erweitert worden. Solarmodule werden in diesen Zentren einer ganzen Reihe von Prüfungen unterzogen: Leistungsmessungen gehören ebenso dazu, wie Beständigkeitsprüfungen unter wechselnden klimatischen Bedingungen. Weiterhin wird die Langzeitstabilität mit Blick auf die UV-Strahlung und die Beschaffenheit der elektrischen Isolation und der Anschlüsse geprüft. Wird das Modul zusammen mit einem Befestigungs¬system angeboten, werden Statik und die Wetter- sowie Korrosionsbeständigkeit der Konstruktion getestet. Zuletzt wird die Sicherheit der Steckverbinder, Kabel und der Anschlussdosen untersucht. Ist das Produkt schließlich auf Herz und Nieren geprüft, erhält es das VDE-Zertifikat. „Unsere Prüfsiegel bieten dem Verbraucher viele Vorteile: Neben norm- und qualitätsgerechten Solaranlagen sichern sich Bauherren niedrigere Versicherungsprämien und können leichter auf eine Bankfinanzierung zurückgreifen“, erklärt Zimmer. „Viele Finanzinstitute geben nur dann Kredite für die Installation einer Solaranlage, wenn die Komponenten von einer anerkannten Prüfinstanz – wie dem VDE – zertifiziert worden sind.“

International aufgestellte Photovoltaik-Hersteller können vor diesem Hintergrund auf vielfältige VDE-Serviceangebote rund um das Prüfen und Zertifizieren von Solartechnik bauen. Ob unter tropischen Bedingungen, im Wüstenklima oder in der gemäßigten Wetterzone Mitteleuropas – das VDE-Institut testet Solarmodule unter allen erdenklichen Wetterbedingungen, immer dort, wo sie produziert werden. Darüber hinaus sorgen unangekündigte Inspektionen der Fertigungsstätten und Stichproben vor dem Verschiffen für ein gleich bleibendes Qualitätsniveau. Zu guter Letzt  werden die Hersteller vom VDE dazu verpflichtet, jedes einzelne Produkt einer eigenen Endkontrolle zu unterziehen – als qualitätssichernde Maßnahme im Sinne des Verbrauchers.„Die VDE-Zeichen sind Premiummarken für Produkte der Photovoltaik, die von Kunden wie Herstellern weltweit geschätzt werden. Denn sie werden nicht nur als Prüfsiegel, sondern als Auszeichnung verstanden. Prüf- und Zertifizierungsqualität mit dem VDE-Zeichen ist für die Hersteller alles andere als Routine und deshalb besonders vertrauenswürdig“, so der VDE-Vorstandsvorsitzende.

Quelle: VDE.de

 


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Risser

Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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