Mobiler Brandschutz für Kreuzfahrtschiff Aida

Das Dupline-Bussystem der Firma Doepke Schaltgeräte fungiert als Rauchmeldesystem auf der Meyer-Werft in Papenburg. Während der Bauphase großer Kreuzfahrtschiffe werden an den flexiblen Busleitern Rauchmelder befestigt und in den Rumpf des jeweiligen Schiffes gehängt. Im Falle eines Brandes erfolgt eine Alarmierung.

 

Das Signal eines jeden Rauchmelders wird im Dupline-Zentralgerät DKG ausgewertet; eine Alarmierung erfolgt über das bereits vorhandene Gebäudeleitsystem Autec der Meyer-Werft. Ein Rauchmelder des Doepke-Bussystems deckt einen Raum mit einer Grundfläche von bis zu 60 Quadratmetern ab, das System kann Überwachungs- oder Steuersignale bis zu 10 Kilometer weiterleiten. Die als Busleiter verwendeten Illuminationsleitungen zeichnen sich durch äußerst hohe Flexibilität und Widerstandsfähigkeit aus.  Dupline wird nicht nur im Bau von Passagierschiffen der Aida Cruises oder der Norwegian Cruise Line, sondern auch beim Bau von Containerschiffen, Fährschiffen, Gastankern oder Flusskreuzfahrtschiffen eingesetzt.  Etablierte Reedereien aus der ganzen Welt geben bei der Meyer-Werft neue Ozeanriesen in Auftrag. Seit Mitte der 80er Jahre konzentriert sich die Werft auch auf den Passagierschiffbau. Computergestützte Technologien für Design, Planung, Konstruktion und Fertigung dieser Schiffe müssen dazu in alle Bereiche der Werft und der Arbeitsprozesse integriert werden. Technologisch und logistisch ist das ein Großprojekt, das konsequenterweise auch unter dem Aspekt Brandschutz auf innovative und höchst funktionelle Lösungen angewiesen ist.

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Auch in der Cassens Werft in Emden hat Doepke seine Busleitungen in der Brandmeldefunktion installiert. Die Visualisierung erfolgt zentral beim Pförtner, im Alarmfall erfolgt zusätzlich eine Meldung per SMS. Auch beim Bau des Frachtschiffs E-Ship 1 fungierte Dupline als Rauchmeldesystem. Das hochmoderne Spezialschiff stach im August 2010 das erste Mal in See und ist
schon von weitem durch die vier Säulen seiner Flettner-Rotoren unverwechselbar. Dieser umweltfreundliche Zusatzantrieb passt zum Haupteinsatzgebiet des Frachters: Er transportiert Windkraftanlagen der Firma Enercon.

Bild/Textquelle: Doepke.de

Risser

Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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