Handwerk als Innovationsmotor

Seit Februar 2011 macht das Handwerk wieder bundesweit mit Anzeigen und Plakaten auf sich aufmerksam. “Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan” präsentiert sich dabei als Innovationsmotor der deutschen Wirtschaft. Denn die kontinuierliche Entwicklung innovativer Produkte gehört zum Selbstverständnis des Handwerks. Ob energieeffiziente Kugelsonnenkollektoren, sportliche Elektroautos oder außergewöhnliche Weiterentwicklungen altbekannter Musikinstrumente – das Handwerk ist mit seinen zahlreichen innovativen Ideen “Offizieller Partner der Evolution”.

Fortschritt ist oft nur mit der “Wirtschaftsmacht. Von nebenan” denkbar. Das verdeutlichen die aktuellen Motive der Imagekampagne des Handwerks. Vom ersten Steinrad hin zur Leichtmetallfelge – das Handwerk bringt die Menschheit voran. Selbst im Weltall stellt das Handwerk seine Innovationskraft unter Beweis. Das Motiv „Gestern hinterm Mond. Heute auf dem Mars.“ unterstreicht mit einem Augenzwinkern, dass auch die Weiten des Weltraums nur mit Hilfe solider Handwerksarbeit erforscht werden können.

Kugelförmige Energiesammler

Zahlreiche Betriebe stehen mit ihren einzigartigen Erfindungen beispielhaft für die Fähigkeit des Handwerks, kundenorientierte und nachhaltige  Problemlösungen zu finden, Entwicklungsprozesse anzustoßen und neue Produkte bis zur Marktreife zu führen. Ein solcher Handwerksbetrieb ist das Unternehmen SolarEnergie Stefanakis aus Stadecken-Elsheim. Inhaber Jannis Stefanakis hat gleich mehrere Patente entwickelt. Eines davon sind seine halbkugelförmigen Sonnenkollektoren. Diese funktionieren unabhängig vom Sonnenstand oder der Strahlungsintensität und können so anteilig mehr Energie umsetzen als flache Kollektoren. Inspiriert vom isolierenden Fell des Eisbären hat Stefanakis die Kollektoren zusätzlich mit einem  wärmespeichernden Kunststoffgewebe überzogen und dadurch die Effizienz entscheidend erhöht.

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Sportliches Elektroauto
Für Liebhaber schneller Autos, die trotzdem Verantwortung gegenüber der
Umwelt tragen wollen, hat die Allgäuer Firma Ruf Automobile GmbH genau das Richtige entwickelt. Insgesamt arbeiten hier 40 Kfz-Mechaniker,  Kfz-Mechatroniker und Ingenieure zusammen an den Elektromotoren der Zukunft. Mit dem eRuf-Roadster haben sie einen Sportwagen der Extraklasse geschaffen. Der aus einer veredelten Karosserie eines Porsches hergestellte Wagen tankt Strom aus der Steckdose, fährt aber genauso rasant wie ein Benziner. Innovationskraft und handwerkliches Know-how tragen so  entscheidend zum Klimaschutz bei. Gefördert vom Bundesumweltministerium arbeiten die Handwerker des Betriebs konstant an der Weiterentwicklung der Technik: „Im Moment entwickeln und testen wir unterschiedliche Batterie- und Antriebskonzepte für Elektrosportwagen, um die Reichweite und Effizienz der Fahrzeuge weiter zu erhöhen“, sagt Franz Vidal, Projektleiter bei Ruf  Automobile.

Zukunftsweisende Erfindungen dank dem Handwerk
Die große Innovationskraft der Handwerksbetriebe bestätigt auch die Studie „Zukunft Handwerk! Der Beitrag des Handwerks im Innovationsprozess“ der Prognos AG. Ihr zufolge haben knapp die Hälfte aller Handwerksbetriebe zwischen 2003 und 2006 ein Innovationsvorhaben umgesetzt. Dabei stehen sie hinter einer weiteren Headline der neuen Kampagnenplakate:
„Egal wie viele Innovationspreise wir gewinnen, die schönste Auszeichnung bleibt: ‘Saubere Arbeit!’“

Bild-/Text-Quelle: ZVEH.de

ET-News

Dieser Artikel wurde erstellt von: G. Risser



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